Unterricht

2008 - 2013

Neue Münchner Schauspielschule:
Dozentin im Studiengang "Schauspiel" (1.-3. Jahrgang) für Ensembleunterricht, Rollenanalyse, Rollenarbeit, Improvisation und Entspannungstechniken unter der Leitung von Erica Prahl von Swieykowski und Uta Beck.
Die Neue Münchner Schauspielschule wurde 1960 von Ali Wunsch-König und Johannes Schütz gegründet.

 

2013 - 2018

  • Akademie für politische Bildung Tutzing - Förderung der Sprachkompetenz bei Grundschülern
  • Berufliches Fotbildungszentrum München - Theaterseminare für psychisch beeinträchtigte Menschen
  • Berufliches Fortbildungszentrum München - Theaterseminare für Autisten
  • Montessori Fachoberschule München - Projekt mit Abschlussvorstellung "Alice im Wunderland"
  • Aton Schule München - 4-monatiges Theaterprojekt mit Abschlussvorstellungen "Kleider machen Leute"

Schauspielunterricht für Fortgeschrittene und Profis :

Im Vordergrund stehen die individuelle künstlerische Entwicklung und Wandelbarkeit des Schauspielers, sowie die Förderung des Ensemble-Spiels, der Figurenentwicklung und der Authentizität. Grundlagen für diese Arbeit bilden unter anderem die Methoden von Stanislawski, Strasberg und Johnstone. Dabei stehen im Mittelpunkt des Unterrichts der Umgang mit dem emotionalen und dem sensorischen Gedächtnis, animal exercises, Konzentrationsübungen, Entspannungsübungen wie Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training. Für die Arbeit des Schauspielers bilden Übungen bezüglich des Hoch- und Tiefstatus einer Figur, die „berühmten“ W-Fragen und die Erarbeitung einer Rollenbiografie ein Grundgerüst. Das alles wird in einer intensiven Monolog- und Szenenarbeit, durch Partnerübungen und Improvisation verdeutlicht und erfahrbar gemacht.

  • Einzel- oder Gruppenunterricht
  • Textanalyse, Szenen- und Partnerarbeit.
  • Neue oder bereits angelegte Vorsprechrollen werden vertieft und präzisiert und die Biografie, Entwicklung, Konflikte und Wendepunkte der Figur konkret erarbeitet.
  • Gezielte Fragestellungen eröffnen neue Aspekte des Charakters                

 

Sprechtraining, Repräsentations - und Persönlichkeitscoaching für alle Berufsgruppen:

  • Selbstsicheres Sprechen und Präsentieren
  • Vorbereiten von Auftritten
  • Verbesserung der Aussprache und Stimme
  • Eigen- und Fremdwahrnehmung schulen
  • Bewusstwerdung der eigenen Körpersprache
  • Körperausdruck und Spontanität

 

Enspannungstechniken:

  • Autogenes Training nach Johannes H. Schultz
    Suggestive Methode um Stress zu reduzieren und den psychischen Zustand zu verbessern.
  • Progressive Muskelentspannungnach Edmund Jacobsen
    Non-Suggestive Methode um muskuläre Anspannungen abzubauen und inneres Gleichgewicht zu finden.

Referenzen:

Marion Niederländer unterrichtete mich an der Neuen Münchner Schauspielschule über zwei Jahre hinweg im Fach Rolle und zeitweise auch in progressiver Muskelentspannung nach Jacobsen. Schwerpunkte ihrer Arbeit waren Improvisation, Text-, Status- und Tierarbeit, die W-Fragen nach Stanislawski und der Umgang mit sensorischem und emotionalem Gedächtnis.

Marion Niederländers Herangehensweise zeichnet sich dabei durch Gründlichkeit, Genauigkeit, Sensibilität, Intuition und höchste Professionalität aus: Sie arbeitet eng und analytisch an der Textvorlage und an der individuellen Person des Schülers. Dabei wird nicht nur auf genaue Textkenntnis- und analyse wertgelegt, sondern auch eine Rollenbiografie entwickelt.

Marion Niederländer versteht es, die unterschiedlichen Arbeits- und Funktionsweisen einzelner Schauspieler zu erkennen und dort individuell mit ihrer Arbeit anzusetzen. Da sie selbst nicht nur als Lehrerin, sondern als Schauspielerin aktiv ist, ist sie mir immer mit praktischem und erprobtem Rat zur Seite gewesen; auf sehr professionelle und zugleich herzliche Weise. Sie hat mir mit ihrem Unterricht eine gute Grundlage als Schauspielerin gegeben und mir durch ihre Tierarbeit neue Horizonte eröffnet. / Nina Bernreuther

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            

 

Ich bin Marion Niederländer während der zweiten Hälfte meiner Schauspielausbildung auf der Neuen Münchner Schauspielschule begegnet.

Zunächst haben wir von ihr einen Einblick in verschiedene Entspannungs-  und Konzentrationstechniken bekommen. Intensiv hat sie mit uns an der Progressiven Muskelentspannung gearbeitet. Später haben wir durch sie die Arbeit mit den Methoden von Lee Strasberg und Keith Johnstone kennengelernt und kleine Szenen im Hoch- und Tiefstatus erarbeitet.

Marion Niederländer legt viel Wert auf die genaue und intensive Arbeit und Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema, um der Rolle gerecht zu werden, den Erfahrungsschatz zu erweitern und ein größtmögliches Ergebnis zu erreichen, ohne, dass sie jemals verbissen an die Arbeit ginge. Sie geht individuell auf den Einzelnen ein und gibt einem die Zeit, die man braucht, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Marion Niederländer hat uns auch den Arbeitsansatz mit Tierarbeit näher gebracht. Es war erstaunlich, wie man durch ihre Führung und ihr Einfühlungsvermögen, gerade in einem so intimen Moment, bei jedem neue Qualitäten entdecken konnte, die man zuvor noch nie gesehen hat. Sie ist mit mir über die Tierarbeit an den Text und die Rolle gegangen. In der kurzen aber sehr intensiven Zeit hat sie  unwahrscheinlich konzentriert und zielgerichtet mit mir an meinem Monolog gearbeitet.

Mit ihrer Sensibilität schafft sie es jedes Mal, dass man sich als Schauspieler öffnen kann, aus sich heraus kommt, sich auf die Entdeckungsreise begibt und sich voll und ganz auf ihre Arbeit einlässt. Marion Niederländer weiß sehr genau, wie weit sie mit jemandem gehen kann und welches Potenzial in einem steckt. Außerdem schafft sie es, dem Schauspieler einen Rahmen für die Rolle zu geben, den man irgendwann wieder aufbrechen und in dem man sich aber auch frei bewegen kann, sodass man jedes Mal die Möglichkeit hat, die Figur und Situation neu zu entdecken, ohne dass man das Ziel und die Abmachungen aus den Augen verliert.

Besonders hervorzuheben ist ihre Kraft, Energie und Leidenschaft, die sie in ihre Arbeit legt. Man merkt, wie wichtig Marion Niederländer der Reifeprozess und der Schauspieler ist. Sie möchte, dass man viel lernt und sein Spiel und die eigenen Fähigkeiten ausbaut und voranbringt. Sie arbeitet mit dem Material des Einzelnen und schafft es, dass man darüber hinausgeht und neue Spielweisen entdeckt und somit seinen Erfahrungsschatz und sein Repertoire erweitert. Auch spürt man ihre jahrelange Erfahrung, die sie am Theater gesammelt hat. Sie ermöglicht einen realistischen Einblick in die Arbeit und zeigt verschiedene Vorgehensweisen eines Regisseurs.

Ich wünsche mir sehr, dass ich ihr einmal persönlich auf der Bühne begegnen darf. / Wolfgang Tegel